Hasselblad Seriennummer prüfen: Baujahr bestimmen

Mit dem Finder bestimmen Sie das Baujahr vieler analoger Hasselblad-Gehäuse, Zeiss-Objektive und Filmmagazine. Wählen Sie unten Gehäuse, Objektiv oder Magazin aus und geben Sie anschließend die abgelesene Nummer ein.

Hasselblad V-System Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv

Hasselblad Baujahr-Finder

Was möchten Sie datieren?

Wählen Sie zuerst die Art und danach das abgelesene Modell. So kann der Finder überlappende Jahrescodes richtig einordnen.

Historische Datierung ist eine Einordnung, kein Werkszertifikat. Falsch beschriftete, umgebaute oder aus Teilen zusammengesetzte Geräte können abweichen.

Was sagt eine Hasselblad Seriennummer aus?

Bei einem klassischen Hasselblad-Gehäuse liefert die Seriennummer in vielen Fällen ein gutes Produktionsjahr. Dasselbe System wurde auch bei zahlreichen Filmmagazinen und einigen Zubehörteilen verwendet. Das macht den Code besonders nützlich, wenn eine Kamera geerbt wurde, wenn mehrere Magazine in einer Tasche liegen oder wenn ein angebotenes Set zeitlich eingeordnet werden soll.

Welche Nummer gehört in welchen Finder?

Für die Eingabe ist entscheidend, dass die Nummer am richtigen Bauteil abgelesen wird. Ein komplettes Hasselblad-Set liefert deshalb nicht nur eine, sondern mehrere voneinander unabhängige Datierungen.

  • Beim Gehäuse wird die Nummer auf der Rückseite des Kamerakörpers verwendet. Das Filmmagazin muss dafür abgenommen werden.
  • Beim Objektiv gehört der kleine Fertigungsstempel nahe der Rücklinse in das Feld. Die große äußere Zeiss-Seriennummer ist nicht gemeint.
  • Beim Magazin werden dessen eigene Typbezeichnung und Seriennummer abgelesen. Die Nummer des Kameragehäuses spielt für dieses Ergebnis keine Rolle.

Notieren Sie bei einem vollständigen Set die Ergebnisse getrennt. Unterschiedliche Jahre sind bei einem modularen System normal und zunächst kein Hinweis auf eine falsche Zusammenstellung. Der Finder prüft jedes ausgewählte Teil gegen den bekannten Produktionszeitraum. So lassen sich zeitliche Abweichungen erkennen, ohne die austauschbaren Komponenten vorschnell als unpassend zu bewerten. Das erleichtert auch die spätere Zuordnung, wenn mehrere Magazine oder Objektive gemeinsam aufbewahrt wurden.

Das Ergebnis ist ein Herstellungsjahr. Es ist kein Auslieferungsdatum und kein Beweis dafür, dass alle Teile eines Sets von Anfang an zusammengehörten. Ein Magazin von 1974 kann sehr gut an einem Gehäuse von 1973 verwendet worden sein. Zwei gleich alte Teile können wiederum erst viel später zusammengeführt worden sein.

Auch das Modell lässt sich vor 1990 normalerweise nicht allein aus den beiden Jahresbuchstaben bestimmen. In manchen Jahren wurden mehrere Hasselblad-Kameras parallel gebaut. Das ist in der Praxis weniger problematisch, als es zunächst klingt: 500er-Gehäuse, motorisierte EL-Modelle, 2000er- beziehungsweise 200er-Kameras und Superwide-Kameras unterscheiden sich deutlich. Außerdem steht die Modellbezeichnung bei den meisten V-System-Gehäusen seitlich am Kamerakörper.

Der Finder fragt das Modell deshalb zuerst ab. Er verwendet die sichtbare Beschriftung als Ausgangspunkt und prüft dann, ob das entschlüsselte Jahr dazu passt. Bei späteren Serien berücksichtigt er zusätzlich bekannte zweistellige Produkttyp-Codes. Das Ergebnis ist damit keine bloße Übersetzung zweier Buchstaben, sondern eine Plausibilitätsprüfung.

Hasselblad-Gehäuse nach Seriennummer datieren

Bei einem V-System-Gehäuse steht die Seriennummer auf der Rückseite des Kamerakörpers. Nehmen Sie zuerst das Filmmagazin ab. Die Nummer sitzt auf der nun sichtbaren Fläche des Gehäuses, meist oberhalb oder nahe der Magazinöffnung. Verwechseln Sie sie nicht mit der Nummer des Magazins, die auf einem eigenen Typenschild am Rückteil steht.

Lesen Sie anschließend die seitliche Modellbezeichnung ab. Häufig sind das Namen wie 500 C, 500 C/M, 501 C, 501 CM, 503 CX, 503 CW, 500 EL/M oder 2000 FC. Bei der SWC-Reihe ist das fest eingebaute Weitwinkelobjektiv ein sofort sichtbares Merkmal. EL-Modelle haben den deutlich größeren motorisierten Unterbau. Die 2000er- und 200er-Reihen besitzen einen Schlitzverschluss im Gehäuse.

Hasselblad 503CX V-System Kamera mit Planar-Objektiv

Geben Sie die Seriennummer vollständig ein. Leerzeichen und Bindestriche sind nicht entscheidend. Die Buchstaben müssen aber lesbar sein, weil genau sie das Jahr tragen. Eine typische Nummer kann etwa TU 74674 oder bei einem späteren Modell 19 ER 17418 lauten.

Die Auswertung zeigt danach:

  • Das aus dem Code gelesene Produktionsjahr
  • Das zuvor gewählte Modell
  • Den dokumentierten Produktionszeitraum dieses Modells
  • Einen Hinweis, wenn Jahr oder Produkttyp nicht zur Auswahl passen

Ein Widerspruch bedeutet nicht sofort, dass mit der Kamera etwas nicht stimmt. Prüfen Sie zuerst, ob C und G, P und R oder I und T verwechselt wurden. Alte Gravuren können flach sein, und bei schwarzer Lackierung verliert sich ein Buchstabe leicht in einer Kante. Auch eine falsch gewählte Modellvariante ist möglich.

Der Sonderfall 500 C und frühe 500 C/M

Die seitliche Bezeichnung löst die Modellfrage meistens. Eine bekannte Ausnahme betrifft frühe 500 C/M. Einige Exemplare wurden noch mit einer 500 C-Beschriftung ausgeliefert. Ergibt eine so bezeichnete Kamera ein Jahr, das eher zur 500 C/M passt, lohnt sich ein Blick auf die Mattscheibe.

Bei der 500 C/M ist die Mattscheibe vom Benutzer wechselbar. Die beiden Entriegelungen für den Mattscheibenrahmen sind das wichtigere Merkmal als eine alte Seitenplakette. Der Finder weist bei einem entsprechenden Widerspruch auf diesen Übergang hin, statt die Eingabe einfach als falsch abzulehnen.

So funktioniert der Hasselblad-Code VHPICTURES

Hasselblad ersetzte die Ziffern von 1 bis 0 durch die Buchstaben des Wortes VHPICTURES. Die ersten beiden relevanten Buchstaben in der Seriennummer ergeben die letzten beiden Ziffern des Produktionsjahres.

Buchstabe V H P I C T U R E S
Ziffer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0

TU wird damit zu 67, also 1967. RC ergibt 85, also 1985. ER steht für 98, bei einem klassischen V-System-Modell also 1998.

Der Code selbst enthält kein Jahrhundert. Eine 05 könnte mathematisch 1905 oder 2005 bedeuten. Hasselblad verwendete das System aber erst ab dem späten Jahrzehnt der 1940er Jahre. Dazu kommt der Produktionszeitraum des gewählten Modells. Eine 503 CW mit dem Code SV wird deshalb dem Jahr 2001 zugeordnet, während eine 1600 F nicht aus dem Jahr 2001 stammen kann.

Für kurze Zeit findet man drei Buchstaben. Das Jahr steckt weiterhin in den ersten beiden. Der dritte Buchstabe kennzeichnet bei bestimmten Baureihen den Produkttyp. Ab 1990 setzte Hasselblad vor den Jahrescode häufig einen zweistelligen Zahlencode. Bei 19ER17418 ist 19 der Produkttyp und ER der Jahrescode für 1998. Die restlichen Ziffern sind eine laufende Nummer.

Diese Zusätze sind hilfreich, ersetzen aber nicht die Sichtprüfung. Nicht jeder frei dokumentierte Datensatz ist für alle Baureihen vollständig. Der Finder verwendet daher nur zugeordnete Präfixe, die in der internen Datenbasis belegt und mit den Modellzeiträumen abgeglichen sind.

Warum das Modell vor der Seriennummer ausgewählt wird

Bei Leica kann eine Seriennummer oft direkt in einen abgegrenzten Nummernblock fallen. Hasselblad arbeitete bei den klassischen Gehäusen anders. Vor 1990 codieren die Buchstaben vor allem das Jahr. Mehrere Modelle, die im selben Jahr gebaut wurden, können deshalb mit demselben Buchstabenpaar beginnen.

Eine lange Trefferliste wäre technisch möglich, für die meisten Besucher aber unnötig. Wer die Kamera in der Hand hält, sieht meist schon, ob auf der Seite 500 C/M, 503 CX oder 2000 FC steht. Die Auswahl vor der Eingabe nutzt diese sichere Information. Danach beantwortet der Finder die Frage, wegen der eine Seriennummernsuche normalerweise aufgerufen wird: Aus welchem Jahr stammt dieses konkrete Modell?

Die Vorauswahl hilft außerdem bei schlecht gelesenen Nummern. Wenn ein Code angeblich ein Jahr ergibt, das weit vor der Einführung oder nach dem Ende des gewählten Modells liegt, meldet der Finder den Konflikt. Er rät dann nicht, sondern fordert dazu auf, Nummer und Modell noch einmal zu prüfen.

Die Schreibweise eines Modellnamens ist dabei weniger wichtig als die richtige Baureihe. Auf alten Seitenplatten fehlen mitunter Leerzeichen oder Schrägstriche, und Händler schreiben 500 C/M nicht selten als 500CM. Nutzen Sie die Suchzeile über der Auswahlliste, um solche Varianten schnell zu finden. Bleibt die genaue Bezeichnung unklar, vergleichen Sie die Kamera nicht mit Produktfotos aus Verkaufsanzeigen allein. Bedienungsanleitungen und gut beschriftete Systemübersichten sind für die Unterscheidung verlässlicher, weil Angebote häufig Zubehör, Kits und Gehäusenamen vermischen.

Bei Kameras ohne klare Bezeichnung bleibt die äußere Bauform wichtig. Ein normales manuelles 500er-Gehäuse ist kompakter als eine 500 EL/M. Eine SWC besitzt kein gewöhnliches Spiegelreflexgehäuse, sondern ein fest montiertes 38-mm-Biogon. Bei 2000er- und 200er-Gehäusen darf der empfindliche Schlitzverschluss hinter dem abgenommenen Magazin nicht berührt werden.

Hasselblad-Magazin nach Seriennummer datieren

Filmmagazine tragen ihren eigenen Hasselblad-Jahrcode. Die Seriennummer befindet sich außen am Magazingehäuse. Je nach Ausführung steht die Typbezeichnung wie A12, A16 oder A24 ebenfalls auf dem Rückteil beziehungsweise an der Seite. Wählen Sie diesen Typ im Finder und geben Sie die vollständige Nummer ein.

Die ersten beiden Buchstaben werden nach demselben VHPICTURES-Schlüssel gelesen wie beim Kameragehäuse. Bei späteren Magazinen kann davor ein numerischer Produkttyp stehen. Das Ergebnis nennt das Herstellungsjahr und prüft, ob es im bekannten Zeitraum des ausgewählten Magazintyps liegt.

Auch ein zeitlich passendes Magazin beweist nicht, dass es zusammen mit einer bestimmten Kamera verkauft wurde. Hasselblads V-System war gerade deshalb beliebt, weil Magazine im laufenden Betrieb gewechselt und später ergänzt werden konnten. Ein Jahr Unterschied zwischen Gehäuse und Magazin ist bei einem benutzten System nichts Ungewöhnliches.

Hasselblad A12 Filmmagazin mit eigener Seriennummer

Hasselblad-Objektiv: versteckten Zeiss-Datumscode finden

Auf der Vorderseite eines Carl-Zeiss-Objektivs stehen gut sichtbar die Objektivbezeichnung und eine große Seriennummer. Diese äußere Zeiss-Nummer enthält keinen direkt lesbaren Hasselblad-Jahrcode. Tabellen können sie nur näherungsweise über bekannte Nummern und Kaufdaten einordnen. Für eine genaue freie Datenbank sind diese Listen nicht vollständig genug.

Viele Zeiss-Objektive besitzen stattdessen einen eigenen Fertigungsstempel. Nehmen Sie das Objektiv von der Kamera ab und betrachten Sie die Rückseite am Bajonett. Gesucht ist ein kleiner, meist roter oder rötlicher Code auf der schwarzen Innenwand der hinteren Lichtschutzblende rund um das rückwärtige Linsenelement. Es ist nicht die große eingravierte Seriennummer am Objektivtubus.

Falls die Stelle verdeckt ist, stellen Sie das Objektiv auf die kürzeste Entfernung ein. Das hintere Linsenelement bewegt sich dadurch bei vielen Konstruktionen weiter nach vorn, und die Innenwand wird besser sichtbar. Eine kleine Taschenlampe hilft. Der Stempel kann blass, verwischt oder nur teilweise erhalten sein.

Sehr frühe C-Objektive können noch keinen solchen Stempel tragen. Auch bei einzelnen späteren FE-, CFE- oder CFi-Objektiven kann er fehlen oder schwer zugänglich sein. Fehlt der Code, gibt der Finder deshalb kein erfundenes Jahr aus. Dann bleiben nur eine grobe Einordnung über Objektivreihe, äußere Ausführung, Nummerntabellen mit entsprechender Unsicherheit oder ein Archivnachweis.

Carl Zeiss Makro-Planar Objektiv für das Hasselblad V-System

Zeiss-Datumscode vor 1980

Bis 1979 besteht der Stempel aus drei oder vier Ziffern. Die letzten beiden Ziffern geben den Monat an. Die davor stehende Zahl wird zu 1957 addiert.

Der Code 1605 lässt sich so lesen:

  • 16 + 1957 = 1973
  • 05 = Mai
  • Ergebnis: Mai 1973

Ein dreistelliger Code wie 912 ergibt entsprechend Dezember 1966. Eine Monatsangabe außerhalb von 01 bis 12 ist kein gültiger Fertigungscode.

Zeiss-Datumscode ab 1980

Ab 1980 besteht der Code aus einem Monatsbuchstaben von A bis L und zwei Ziffern. A steht für Januar, B für Februar und so weiter bis L für Dezember. Die beiden Ziffern des Jahres müssen umgedreht gelesen werden.

F58 bedeutet daher:

  • F = Juni
  • Umgedrehte Ziffern 58 = 85
  • Ergebnis: Juni 1985

Bei späteren Stempeln kann ein zusätzliches A oder B folgen. Die Bedeutung dieses letzten Buchstabens ist nicht verlässlich geklärt. Für Monat und Jahr wird er nicht benötigt. Wenn mehrere Stempel vorhanden sind, ist der früheste in der Regel der beste Kandidat für die Fertigung. Spätere Markierungen können von einem Werks- oder Serviceaufenthalt stammen.

Frühe Hasselblad-Modelle und moderne Systeme

Die ersten Hasselblad 1600 F benötigen besondere Aufmerksamkeit. Für die sogenannte Series One ist ein früher Nummernbereich von 0001 bis 0308 dokumentiert. Aus dieser reinen Zahl lässt sich kein exaktes Einzeljahr seriös bestimmen. Der Finder nennt deshalb nur den belegten Zeitraum, statt eine punktgenaue Jahreszahl vorzutäuschen.

Bei frühen 1600 F und 1000 F können außerdem Kodak-Objektive montiert sein. Deren Datierung folgt dem Kodak-Schlüssel CAMEROSITY, nicht dem späteren Zeiss-System. Schneider- und Rodenstock-Objektive dürfen ebenfalls nicht nach der Zeiss-Regel entschlüsselt werden. Eine ähnlich aussehende Zeichenfolge ist noch kein Beleg für dasselbe Codiersystem.

Der Finder ist für klassische analoge Hasselblad-Kameras und Zubehör aus dem V-System gedacht. H-System, X-System, XPan und aktuelle Digitalkameras verwenden andere Nummernformate. Bei einer modernen Kamera sind Registrierung, Kaufbeleg und der Hasselblad-Support die richtigen Anlaufstellen. Eine Buchstabenfolge aus einer X2D sollte nicht in den historischen VHPICTURES-Code gezwungen werden.

Typische Fehler bei der Hasselblad-Datierung

Am häufigsten wird die richtige Nummer am falschen Teil gelesen. Kamera, Magazin und Objektiv haben jeweils eigene Kennzeichnungen. Wer die Nummer des A12-Magazins eingibt und im Ergebnis ein Kameramodell erwartet, vergleicht zwei verschiedene Bauteile.

Bei Zeiss-Objektiven ist der zweite häufige Fehler die große äußere Seriennummer. Sie sieht wichtiger aus als der kleine rote Stempel, ist für den hier verwendeten Decoder aber nicht die richtige Eingabe. Der Finder fragt deshalb ausdrücklich nach dem Fertigungscode.

Ein weiteres Missverständnis betrifft das Wort Baujahr. Hasselblad codierte das Herstellungsjahr des jeweiligen Teils. Eine Kamera kann später verkauft worden sein. Zubehör kann nachgekauft, ein Magazin ausgetauscht und ein Objektiv bei einem Service markiert worden sein. Für die Geschichte eines kompletten Sets müssen deshalb alle Teile getrennt gelesen werden.

Schließlich ist ein passendes Jahr keine Zustandsaussage. Lichtdichtungen, Magazintransport, Verschlusszeiten, Spiegelmechanik und Pilzbefall lassen sich nicht aus einer Nummer ablesen. Die Datierung ordnet das Gerät historisch ein. Eine technische Prüfung bleibt ein eigener Schritt.

Häufige Fragen zu Hasselblad Seriennummern

Kann ich das Modell allein über die Hasselblad Seriennummer bestimmen?

Bei vielen Gehäusen vor 1990 nicht eindeutig. Die ersten beiden Buchstaben codieren hauptsächlich das Produktionsjahr. Spätere Nummern können einen Produkttyp enthalten. Am zuverlässigsten ist die Kombination aus sichtbarer Modellbezeichnung, Bauform, Seriennummer und Produktionszeitraum.

Wo steht die Seriennummer bei einer Hasselblad 500 C/M?

Nehmen Sie das Filmmagazin ab. Die Gehäusenummer befindet sich auf der Rückseite des Kamerakörpers an der Fläche, die sonst vom Magazin verdeckt wird. Das Magazin hat eine eigene Seriennummer.

Ist eine 500 C mit spätem Baujahr automatisch falsch beschriftet?

Nicht unbedingt. Einige frühe 500 C/M tragen noch eine 500-C-Bezeichnung. Die wechselbare Mattscheibe und ihre Entriegelungen sind in diesem Übergangsfall aussagekräftiger als die Seitenplakette.

Kann ich ein Zeiss-Objektiv über die große Seriennummer datieren?

Nur grob und mit externen Schätztabellen. Für den Finder wird der kleine Fertigungsstempel an der Rückseite des Objektivs verwendet. Er kann Monat und Jahr direkt codieren.

Was bedeutet es, wenn Magazin und Gehäuse dasselbe Baujahr haben?

Die Kombination ist zeitlich plausibel. Sie beweist aber nicht, dass beide Teile ursprünglich zusammen ausgeliefert wurden. Hasselblad-Magazine waren austauschbar und wurden häufig später ergänzt.

Welche Hasselblad-Kameras unterstützt der Finder nicht?

Der Schwerpunkt liegt auf analogen V-System-Gehäusen, passenden Magazinen und Zeiss-Objektivcodes. Moderne H- und X-Systeme, XPan sowie nicht belegte Fremdobjektiv-Codes werden nicht nach dem historischen System ausgewertet.

Alte Hasselblad gefunden: Einordnung und Wert

Das Produktionsjahr ist ein nützlicher Teil der Einordnung, bestimmt den Wert aber nicht allein. Modell, Ausführung, Objektiv, Magazin, Zustand und Funktion wiegen meist schwerer. Eine gepflegte 500 C/M mit geprüftem Planar und dichtem Magazin kann interessanter sein als eine seltenere Variante mit beschädigtem Verschluss oder Pilz im Objektiv.

Wenn Sie eine Hasselblad verkaufen möchten, fotografieren Sie am besten das komplette Set, die Modellbezeichnungen und alle Seriennummern getrennt. Bei einem Objektiv ist zusätzlich ein Foto des hinteren Fertigungsstempels hilfreich, sofern er sichtbar ist. Mit diesen Angaben lässt sich wesentlich besser einschätzen, was tatsächlich vorhanden ist.

Die Datierung auf dieser Seite ist eine historische Einordnung auf Basis dokumentierter Codes und Modellzeiträume. Sie ersetzt kein Werkszertifikat und keine technische Prüfung.

Geschlossen Mi 16.09 & Fr 18.09 - Anfahrt mit dem Auto über Triftstraße